Trittauer Mühlenmarkt zu Pfingsten 2013

Elke Baum   *   Kunsthandwerker-Agentur
Theodor-Storm-Straße 8   *   22946 Trittau
Tel. 04154 - 2037   *   Fax 04154 - 85491

Rückschau

Gang über den Trittauer Mühlenmarkt zu Pfingsten am 19. und 20. Mai 2013

Ab Pfingstsonntag um 11.00 Uhr bis in die Abendstunden wurden wir erstickt von Menschenmassen, als gäbe es nur noch diesen einen Markt im Norden. Als müssten Hamburger nach Trittau fliehen. Dabei standen bereits am Samstag Autoschlangen auf den Autobahnen im Stau gen Ostsee. Wer rechtzeitig kommt erlebt jedoch den idyllischen und romantischen Mühlenmarkt wie in unserem kleinen Film und wie ich ihn liebe.

Es ist ein großer Unterschied, ob ich sicher hinter meinem Stand stehe und die eng aneinander gedrängten Menschen an mir vorüberziehen oder ob ich mich mit Mareike durch die Menschenmengen von A nach B wühlen muss um den gesamten Markt insgesamt zu beaufsichtigen.
Wir organisieren diesen Wahnsinnsmarkt seit vielen Jahren zusammen.

Am Pfingstsonntag standen 145 Stände erwartungsfroh geschmückt und warteten auf ihre Kundschaft. Ich habe gerade vor wenigen Tagen erlebt, dass bei Geschäftsöffnung in Hamburg morgens um 10.00 Uhr an einem Dienstag die Verkäuferinnen nicht im Geringsten daran interessiert waren, ihren ersten und einzigen Kunden zu bedienen. Sie packten, sortierten Ware oder ordneten Zettel bevor sie einfach einmal fragten: „Was kann ich für Sie tun?“. Das könnte unseren Kunsthandwerkern und Händlern auf unserem Mühlenmarkt nicht passieren. Auf unserem großen Markt sah Stand für Stand angefangen von der ALDI -Veranstaltungsfläche bis zur Napoleon Brücke am Mühlenende aus wie im Bilderbuch.

Wir sind hier zu den Mühlenmärkten zehntausende Besucher gewohnt. Aber an diesem Pfingstsonntag legte sich in Anbetracht dieser gewaltigen Besucherzahlen eine neurotische Spannung über unseren Markt, wo man gewohnt war, selbst im Gedränge zu schlendern und zu genießen. Ich empfand die Besucher als seien sie einem Gefängnis entflohen. Man muss sich einmal vorstellen, dass Besucher von der Poststraße durch das Carport eines Anwohners hinter den Zelten der Aussteller an Verbotsschildern vorbei die Treppen hinaufkletterten - oben angekommen eine Absperrung beiseiteschoben, um auf die ALDI Veranstaltungsfläche zu gelangen. Mit einer Aggression unterster Schublade bei meinem Hinweis, dieses bitte schön aus Sicherheitsgründen zu unterlassen, schrien sie mich an „Halts Maul“! Hallo, geht’s noch? Anschließend kletterten weitere Grüppchen und Einzelpersonen die Treppe über die Böschung hinauf und pöbelten mich an. Wir haben sofort diese Absperrung mit zusätzlichen Möglichkeiten verriegelt.

Es versteht sich deshalb von selber, dass Aussteller bei dieser Massenveranstaltung in den Parkbuchten ihre Hänger und Zelte stramm an die Rückseite der Bordsteinkante zu platzieren und auch Verkaufsständer auf der Poststraße nichts mehr zu suchen haben. Bei allem Verständnis dafür, dass jeder verkaufen möchte, was das Zeug hält. Es verkauft kein Händler bei diesem Besucheraufkommen etwas, wenn sein Kunde vor seinem Geschäft weiter geschoben wird. Es geht hier in erster Linie um die Sicherheit aller. Das Trittauer Mühlengelände ist eben ein ganz spezielles. Das sollte jeder Aussteller verstehen, wenn er sich zu unseren Märkten in Trittau anmeldet. Wir müssen hier gnadenlos streng vorgehen, damit uns diese Märkte erhalten bleiben. „In Trittau ist eben alles anders“, meinte selbst unsere Trittauer Polizei, die vor Veranstaltungsbeginn durch das Mühlengelände fuhr. Auch am Pfingstmontag wurde es wieder proppenvoll.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Kunsthandwerker und Aussteller mit hochwertigen Artikeln ihre Kunden fanden, die natürlich auch kauften. Enttäuschungen, die man mir nicht erzählt hat wird es mit Sicherheit auch gegeben haben. Denn Aussteller, die Doppelmärkte gefahren hatten, erzählten mir, dass auf einem anderen Markt Aussteller zu dem Veranstalter gegangen waren und meinten, in Trittau sei nichts los. Daraufhin hat der Vater die gemailten Fotos seines Sohnes von unserem Markt dem Veranstalter gezeigt und der hat gelacht. Leute, redet nicht die Märkte anderer Veranstalter schlecht, ohne dabei gewesen zu sein!!!!!! Ihr braucht vielleicht auch diesen Veranstalter noch einmal? Man kann doch immer nur mitreden, wenn man selber dabei war. Wie doof ist denn das?????

Ingers Anders aus Spanien
Ingers Anders aus Spanien

In diesem Jahr hatten wir zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder verstärkt Töpfereien auf unserem Markt. Ich habe sie immer auf meinen Märkten vermisst. Ein ganz tolles Angebot gab es in Sachen Mode. Auf der ALDI Veranstaltungsfläche hatten mehrere unterschiedliche Aussteller Zelte angemietet. Das sah sehr gut und professionell aus. Alle waren so wie Traudi Vorberg aus Belgien mit ihren Umsätzen sehr zufrieden. Unsere spanischen Aussteller mussten feststellen, dass Ihre Verkaufspreise für Deutschland viel zu niedrig waren. Die Besucher kauften ihre farbenfrohen und außergewöhnlichen Glasringe in Mengen – ich natürlich auch. Unsere Gastronomie fühlte sich in frühere Zeiten versetzt. Romantisch war es wieder in unserem blühenden Mühlengarten mit selbstgebackenen Kuchen vom Gasthof Hamester aus Basthorst.

Unsere enormen Werbekosten besonders in Hamburg haben sich für unsere Aussteller ausgezahlt. Mit großer Sorgfalt lässt sich diese große Veranstaltung reibungslos und diszipliniert über die Bühne bringen. Selbst bei unserer Überprüfung der Stromangaben gab es bei 145 Ausstellern keine Beanstandungen. Es wurde auch keiner vor dieser Veranstaltung krank - nicht einmal Oma. Alle Autos schienen repariert. DAS Phänomen aller Trittauer Märkte.
Es gibt viele gute Märkte und auch ehrliche Veranstalter. SIE als Aussteller entscheiden, wer zu Ihnen passt und ob wir dazu gehören. An diesem Pfingstwochenende hat für uns alles gepasst – sogar das Wetter. Erst am Sonntagnachmittag gegen 16.00 Uhr begannen einige Schauer und beim Abbau waren die Wolken weiter gezogen.

„Schade, dass wir nicht einmal im Monat so einen Markt haben“, meinten viele Aussteller. Das wäre auch für Mareike Pietz und mich ein Traum. Aber so freuen wir uns jetzt auf das nächste Wochenende „Trends“ Markt im Park im Stadtpark Norderstedt. Ich bin schon ganz gespannt, was dort die Firmen für Garten, Wohnen und Einrichten anbieten. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch mein gesamtes privates Leben. In Norderstedt bin ich wieder für Sie da. Ihnen allen wünsche ich weiterhin viel Erfolg auf Ihren Märkten, wo immer Sie auch sind.

Ihre
Elke Baum

 

Hier sehen Sie unseren Film zum Mühlenmarkt.