Kunsthandwerk trifft Schmuck in Travemünde 2013

Elke Baum   *   Kunsthandwerker-Agentur
Theodor-Storm-Straße 8   *   22946 Trittau
Tel. 04154 - 2037   *   Fax 04154 - 85491

Rückschau

Rückblick "Kunsthandwerk trifft Schmuck" vom 16. – 18. August 2013 in Lübeck Travemünde an der Priwall-Fähre

Unsere Marktfläche lag direkt an der Vorderreihe in Lübeck-Travemünde. Hier herrscht bei jedem Wetter maritimes Flair. Ganz langsam schieben sich riesige Fährschiffe vom Fährhafen Richtung Ostsee, und das fasziniert uns immer wieder.

Bei idealem Marktwetter an drei Veranstaltungstagen – abgesehen von wenigen vorübergehenden Schauern am Sonntag - waren wir an diesem Wochenende auf dem kleinen Fährplatz an der Vorderreihe wieder sehr gut aufgestellt. Dass es ein so erfolgreiches Wochenende, besonders für unsere Schmuckanbieter wurde, war nicht nur unser Verdienst, obwohl viele Aussteller bereits am Freitag mit ihren Umsätzen sehr zufrieden waren.

Vorderreihe in Travemünde mit MS Europa
Vorderreihe in Travemünde mit MS Europa

Zu unserem unerwarteten Glück machte am Samstagmorgen der 198 Meter lange und 24 Meter breite Kreuzfahrer MS EUROPA am Ostpreußenkai vor unserer Marktfläche fest. Erst abends lief das Schiff wieder nach Oslo aus und Sonntag lief der Viermaster „Star Flyer“ für Kreuzfahrten der besonderen Art ein. Beide Schiffe zogen zusätzlich hunderte Touristen und Tagesgäste nach Travemünde, die zum Teil anschließend über unseren kleinen Kunsthandwerkermarkt bummelten.

Das Kaufverhalten des Publikums in Travemünde ist als sehr spezielles bekannt: Entweder es geht an einem Tag alles oder gar nichts. An diesem Wochenende ging zum Glück alles. Unsere Schmuckanbieter Anders aus Spanien waren geradezu beeindruckt und überglücklich über ihre Umsätze. Auch Anneke Hagedorn aus Celle mit ihrer Mutter, die Schmuck aus Silberbesteck vor den Augen der Besucher arbeitete, strahlte vor Freude. Der Verkäufer der Firma Peetz aus Husum mit Nützlichem und Schönem aus Olivenholz freute sich. Die neue Standgestaltung war sein Erfolgsgeheimnis an diesem Wochenende. Alexandra Wolff aus Witzenhausen staunte nicht schlecht. Ihre Pulswärmer aus Filz gingen am gesamten Wochenende reißend weg. Am Sonntag kaufte ein Tourist aus Italien gleich 10 Paar. Besonders gefreut haben wir uns über die Teilnahme von Andreas Majchrzak aus Berlin mit exklusiven handgefertigten Taschen.

Andreas Majchrzak aus Berlin mit exklusiven handgefertigten Taschen
Andreas Majchrzak aus Berlin mit exklusiven
handgefertigten Taschen

Allerdings fehlten uns an diesem Wochenende drei Aussteller mit Spezialitäten wie Käse oder frischen Brezeln unentschuldigt, die ihr Standgeld in bar vor Ort zahlen. An einem weiteren Stand traute ich meinen Augen nicht, als dort plötzlich Plastikschüsseln zum Verkauf vor dem Stand aufgebaut wurden. Hallo, sind wir auf einer Haushaltsmesse oder wo??
Nur zur allgemeinen Info: In Travemünde müssen wir für den Kunsthandwerkermarkt für das Lübeck und Travemünde Marketing ein Konzept mit Lageplan und Standbebauung erstellen, damit wir diese Fläche überhaupt genehmigt bekommen….. und das zu einem überhöhten Flächennutzungspreis.

Man kommt zum Fotografieren auf unseren Markt, und anschließend gibt es ein Punkteprotokoll. Vorschrift sind z.B. einheitliche Tischdecken auf den Tischen der Gastronomie mit Blumenschmuck. Es dürfen keine Kabel über den Marktplatz gelegt werden, obwohl Gummimatten für uns selbstverständlich sind, und es darf keine Leiter hinter einem Zelt stehen. Allerdings haben wir den Eindruck – dass man hier nur bei uns genau hinsieht. Wir haben gerade in Travemünde schon ganz anderes gesehen. Dies aber nur am Rande frei nach dem Wunsch: “ Ich verkaufe, was mir gerade Unsinniges in den Sinn kommt“. Eigentlich wollte ich einen Tag in Trittau bleiben und meine Buchführung erledigen. Aber die Plastikschüsseln hatten zu mir gesprochen: Bleib hier! Mag das alles woanders nicht auffallen oder gar geduldet werden – ich ertrage es einfach nicht! Egal wie klein oder groß ein Markt ist – Unzuverlässigkeit tut mir genauso weh. Dabei geht es mir nicht um das verlorene Standgeld, sondern um die Art und Weise wie man mit uns umgeht. Wir werden die Ausstellerzahl für unsere Trittauer Märkte reduzieren müssen, weil wir die Fläche für 140 Aussteller und mehr in Trittau voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht mehr zur Verfügung haben werden.

Warum sollten wir diese begehrten Marktflächen unzuverlässigen Barzahlern zur Verfügung stellen????? Und dann noch Anbietern, die auf Kunsthandwerker märkten genau genommen gar nichts zu suchen haben. Brauchen wir wirklich Marktfüller wie Gewürze, Käse oder Dips auf unseren Märkten? Sie haben Recht. Ich bin darüber immer noch sauer! Umso mehr hat es uns aber für alle unsere Kunsthandwerker gefreut, dass sich das Wochenende in Travemünde für sie ausgezahlt hatte.

Ihre
Elke Baum