8. Hamburger Herbstimpressionen der Kunsthandwerker

Elke Baum   *   Kunsthandwerker-Agentur
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Rückschau

8. Hamburger Herbstimpressionen der Kunsthandwerker
Plakatbeispiel

Der Sommer im Herbst bescherte unseren Ausstellern auf dem Gerhart- Hauptmann -Platz noch einmal gute Umsätze

Der Sommer im Herbst war rechtzeitig noch einmal am zweiten Wochenende auf den Hamburger Herbstimpressionen der Kunsthandwerker auf dem Gerhart- Hauptmann- Platz ab Freitag zurückgekehrt und bescherte unserer kleinen Gastronomie und Ausstellern im goldenen Oktober ebensolche Umsätze und ließ die letzten Zweifler verstummen.

Unsere Kunsthandwerker, die schon auf dem Trittauer Kunsthandwerkermarkt am 5. Und 6. Oktober gute Umsätze erwirtschaftet hatten, freuten sich jetzt auf ihr Zuhause in Nordrhein- Westfalen und auch über insgesamt gute Umsätze hier im Norden.

Wir hatten in 14 Tagen drei Veranstaltungen professionell abgewickelt: Großer Trittauer Kunsthandwerkermarkt zum Erntedank mit Radioübertragungen live vom Kunsthandwerkermarkt am Samstag und Sonntag, Husumer Krabbentage mit Fernsehübertragungen am 13. und 14. Okt. und 10 Tage die Hamburger Herbstimpressionen der Kunsthandwerker mit zweimal live im Fernsehen, einen Tag im Radio und Berichten im Voraus in allen großen Tageszeitungen wie die Morgenpost und Bildzeitung. MEHR und BESSER geht es hier in Zukunft nicht.

Als ich am Freitag bekannte Kunsthandwerker auf dem Isemarkt in Hamburg Eppendorf besuchte, klagten sie: „Nur Sehleute“, während sich die Menschen an ihren Ständen vorbei schoben. „Sie verkaufen hier für 3,90 € den Meter Standgebühr“ antwortete ich und schüttelte verwundert den Kopf. Wie ist es möglich, dass es bei durchgängiger Marktunzufriedenheit selbst bei einem der schönsten und größten Wochenmärkte wie auf dem Isemarkt im bevorzugten Stadtteil Hamburg Eppendorf Kunsthandwerker gibt, die jedes Wochenende ihre Stände immer wieder neu aufbauen und grundsätzlich unzufrieden sind – selbst für ein fast geschenktes Ministandgeld? Warum füllen sie ihre wertvolle Lebenszeit nicht mit Tätigkeiten, die ihnen mehr Freude machen? Die sie vielleicht auch besser können? Als ich an meinem übrigens gut bezahlten Angestelltenjob keine Freude mehr hatte, kündigte ich ihn nach 33 Jahren Firmenzugehörigkeit in einem Alter, wo andere bereits schon von der Frührente sprachen? Warum, wenn alles doch nichts bringt machen so viele Händler freudlos weiter? Weil sie nichts oder anders nicht können? Oder weil ihnen dann die kollektive Nörgelrunde fehlt? Weil ihr Chef sie bei permanenter Unzufriedenheit oder Mobbing kündigen würde, was ein Veranstalter möglichst vermeidet und einfach weiter geht? Auf dem Isemarkt gab es nichts zu klagen. Kaum Standgeld, viele Menschen, ein bekannter renommierter Wochenmarkt in einem der reichsten Stadtteile Hamburgs mit schönen alten Villen im Hintergrund. Sogar das Auto darf hinter dem eigenen Stand stehen bleiben und Marktende ist um 14.00 Uhr. Das ist es doch wovon der Händler auf anderen Märkten träumt!!!!!! Stattdessen höre ich: „Ach, ich hätte doch lieber zum Trittauer Kunsthandwerkermarkt kommen sollen.“ Nein, so bitte nicht!!!!

Ich wäre so gerne noch länger in Hamburg geblieben. Ich habe es genossen: Unseren schön geschmückten Markt, die entschleunigte Atmosphäre an den Tischen unserer Gastronomie mit der freundlichen und fleißigen Bedienung, das internationale Publikum auf unserem Markt und meine Chancen, noch einen kleinen Abstecher hier und dort in einen mir bis dato unentdeckten Winkel der Hamburger Innenstadt zu unternehmen. Meine Tochter jeden Tag mit ihrem fünf Wochen alten Momme zu begrüßen und seine kleine Hand zu streicheln. Auch die vielen jungen fröhlichen Menschen in der Stadt haben mir gut getan.

Ein letztes Mal in diesem Jahr frühstückte ich am Sonntag draußen vor der Weltbühne, dem Kaffeehaus des Thalia Restaurants, während Patrick den Gerhart- Hauptmann- Platz sauber fegte. Nichts aber auch gar nichts machte mich an diesem Sonntagmorgen glücklicher als hier in Ruhe zu frühstücken.

Ihre
Elke Baum