Kunsthandwerkermarkt im Lüneburger Glockenhaus

Elke Baum   *   Kunsthandwerker-Agentur
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Rückschau

Rückschau Lüneburger Kunsthandwerkermarkt im Glockenhaus vom 18. - 20. September 2015

Diesen September würde ich in zwanzig Jahren gerne noch erleben. Der Monat in dem Deutschland von hunderttausenden Flüchtlingen aus anderen Kulturen überrollt wurde. Entweder wird man sagen: Damals hat Deutschland mit einem genialen Zug sich selbst und die Welt vorangebracht. Die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit mehr Glück als politischer Professionalität und Verstand die Weichen so gestellt, dass ein alternder Staat sich erneuern konnte? Oder: Das war der Monat, in dem das an Wohlstand gewöhnte Land begann, seinen Wohlstand und Stabilität zu verspielen, die ihresgleichen sucht? Beides scheint ab diesen Monat möglich.

Von dieser Ambivalenz waren wir mit unserem kleinen feinen Kunsthandwerkermarkt im Lüneburger Glockenhaus in Lüneburgs Innenstadt aber noch weit entfernt. Wie gewohnt wurde der Kunsthandwerkermarkt an allen drei Tagen durchgehend sehr gut besucht. Ein großer Pressebericht erschien am Samstag mit Foto von Drechsler Werner Hack in der Landeszeitung Lüneburg und sorgte zusätzlich für gute Besucherzahlen am Sonntag. Werner Hack demonstrierte wie er aus Naturmaterialien wie Edelhölzern, Geweihen, Wasserbüffelhorn oder auch Tikanüssen feine Schreibgeräte drechselt. Dieser Bericht brachte ihm am Wochenende natürlich gute Einnahmen. Gekauft wurden die teuersten Schreibgeräte.

Aber auch viele andere Kunsthandwerker waren mit ihren Umsätzen hoch zufrieden. Überrascht war zum Beispiel Daniela Kneesch aus Adendorf mit selbst genähter Kinderkleidung. So einen Zuspruch hatte sie nicht erwartet. Aber auch Thomas Kubitz mit Drucken, Lisa Jürdens mit Acrylbildern, Carola Knaack mit Modeaccessoires oder Gürbuz Atas aus Krefeld mit Tiffany freuten sich über gute Umsätze.

Gisela Jocheim aus Laatzen mit dreidimensionalen Bildern
Gisela Jocheim mit dreidimensionalen Bildern

Bewundernswert immer wieder Gisela Jocheim mit dreidimensionalen Bildern, die mit fast 86 Jahren aus Laatzen angereist kam. Modern, gepflegt, aufgeschlossen – einfach jung geblieben – und mein großes Vorbild!!!! Sie hat schon 1986 auf der „Weihnachtsausstellung der schönen Künste“ in der Gemeinde Trittau ausgestellt. Wir kennen uns fast dreißig Jahre.

Doch bei aller Freude: Wir müssen - wenn dreimal im Jahr in einer Stadt unser Kunsthandwerkermarkt stattfindet darauf achten, dass nicht dreimal im Jahr die gleichen Kunsthandwerker an gleicher Stelle ausstellen. Dann dauert es nicht lange und dieselben wundern sich, wenn sie nur noch wenig verkaufen. Deshalb im Interesse aller, hier muss ein Wechsel von Ausstellern die Regel sein. „Wir wollen das Pferd nicht so lange reiten bis es lahmt“.

Landhaus Wittemans mit Feinkost
Landhaus Wittemans mit Feinkost

Mir gefiel unsere neue Gastronomie besonders gut. Das Landhaus Wittemans mit Feinkost aus Stöffin bereitete Tomaten- und Kürbissuppen mit frischen Kräutern direkt in der Kochzeile hinter dem Tresen zu oder gebratene Nudeln mit selbst hergestelltem Pesto. Sie werden zum Kunsthandwerkermarkt im November noch einmal nach Lüneburg ins Glockenhaus kommen.

Unsere Kunsthandwerker, das kollegiale Miteinander, das historische Glockenhaus, das höfliche Publikum, die Hilfe des hilfsbereiten Hausmeisters Meyer, die gepflegten Toiletten - alles zusammen ist für uns ein Kunsthandwerkermarkt - Juwel in unserem Veranstaltungskalender. Leider haben hier nur 22 Aussteller Platz – aber vielleicht ist es genau DAS, was diese Kunsthandwerkermärkte so wertvoll und auch umsatzstark macht. Hier wieder ein kurzer Videoclip vom Kunsthandwerkermarkt am Samstag im Lüneburger Glockenhaus.



Ihre

Elke Baum