Kunsthandwerkermarkt im Lüneburger Glockenhaus

Elke Baum   *   Kunsthandwerker-Agentur
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Rückschau

Rückschau Lüneburger Kunsthandwerkermarkt im Glockenhaus vom 26. - 28. Februar 2016

Es war ein geglückter Start ins neue Marktjahr 2016 für unsere Aussteller im Lüneburger Glockenhaus. Bereits am Freitagmittag ab 12.00 Uhr strömten die Besucher ins Glockenhaus. Bedingt durch das herrliche Wetter wurde die Innenstadt von Lüneburg am Samstagmorgen bereits rappelvoll. Die ideale Lage des Glockenhauses mitten in der historischen Innenstadt, der ausführliche Pressebericht der Landeszeitung Lüneburg und unsere zusätzliche personengezielte Werbung - bescherten besonders den Schmuckhandwerkern außergewöhnlich gute Umsätze. Auch am Sonntag, als alle Geschäfte geschlossen waren, kamen viele Besucher ausschließlich zu unseren Kunsthandwerkern ins Glockenhaus.

Auch die Textilingenieurin Monika Meßner aus Mettmann fand ihre Kundinnen. Sie stellt zeitlose Einzelstücke auf einem 400 Jahre alten Webstuhl her. Dabei hat sie Dicke und Farbe jedes einzelnen Fadens im Auge. Die Unikate kosten zwischen 200 und 400 Euro. Ihre Kunst ist etwas für Kenner. Sie arbeitet im Verborgenen und hat kein Ladenlokal. Die Kunden finden dennoch zu Monika Meßner. Wenn sie einmal da sind, bleiben sie auch. "Einige Leute lassen Textilien, die sie in den 90er Jahren gekauft haben, von mir modernisieren. Oder sie bestellen zu ihrem Oberteil einen Rock dazu." Jedes Kleidungsstück aus dem Atelier von Monika Meßner ist ein Unikat. Massenware gibt es in ihrer Handweberei nicht. Wenn die Mettmannerin an einem ihrer großen Holzwebstühle sitzt, fertigt sie nicht Stoff am laufenden Meter, sondern arbeitet immer auf ein bestimmtes Kleidungsstück hin, das sie zuvor entworfen und bei dem sie jeden einzelnen Faden genau festgelegt hat. Sie überlässt nichts dem Zufall. Ihre Farbenspiele beruhen auf genauen Berechnungen. "Wenn die Kunden die Farben ausgesucht haben, entsteht in meinem Kopf ein Bild. Dann schreibe ich mir jeden Faden auf", erzählt sie.

Auch Herr Kling freute sich über Kunden, die extra aus Buxtehude angereist waren, um bei ihm weitere 3D- Faltkarten aus Holz und Papier zu kaufen. „Ich verkaufe im Frühjahr besser als im Herbst,“ strahlte er.
Die Gastronomie der Wittemanns aus Stöffin sorgte für kleine leckere Gerichte. Da blieb so mancher Besucher auch längere Zeit sitzen und kaufte dann doch noch das eine oder andere.

Claudia Dölling mit Silberschmuck
Claudia Dölling mit Silberschmuck

Wie immer war die Stimmung unter unseren Ausstellern fröhlich und kollegial. Die einen berichteten über weite Reisen ins Ausland am Jahresanfang, die anderen haben schon für die kommenden Ostermärkte gearbeitet. Dann gab es auch noch Aussteller, die wie ich ernsthaft krank waren und nun wieder von dem Virus „Markt“ erfasst wurden.

Nicht jeder Kunsthandwerker, der hinter seinem Stand sitzt, hat Geldsorgen oder muss sich seinen Lebensunterhalt verdienen. Es gibt auch einige, die unsere sozialen Markt- und seine Kundenkontakte brauchen wie andere ihre Zigarette bei Minusgraden vor der Glockenhaustüre. Für mich sind die Indoor-Märkte immer sehr entspannend und schön, weil ich dann auch etwas mehr von unseren Ausstellern erfahre, was sie bewegt und was für sie wichtig ist. Für alle, die nicht dabei waren, hier wieder ein kurzer Videoclip von Michael Lukowski:

Meine heimlichen Sorgen, dass unsere Besucher durch die politischen Ereignisse uns jetzt mit Kaufzurückhaltung begegnen, trafen nicht ein und sind ein guter Auftakt für unseren großen Österlichen Frühlingsmarkt in Trittau. Christel Kling hatte alternativ noch einen Stand auf dem großen Kunsthandwerkermarkt im Freilichtmuseum Kiekeberg aufgebaut. Auch dieser Markt wurde von tausenden Menschen besucht, und Christel Kling berichtete ihrem Mann von sehr guter Kaufkraft.

So blicken wir jetzt mit Freude und beruhigt auf unseren großen Österlichen Frühlingsmarkt in Trittau am 12. und 13. März.



Ihre

Elke Baum