Österlicher Frühlingsmarkt in Trittau

Elke Baum   *   Kunsthandwerker-Agentur
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Rückschau

Österlicher Frühlingsmarkt in Trittau am 12. und 13. April 2014

Schlenderten die Besucher des Österlichen Frühlingsmarktes am Samstagmittag noch gemütlich über das Mühlengelände, brach der Sonntag bei bestem Frühjahrswetter wieder alle Besucherrekorde.

Dieses Jahr hatten wir auch die Lübecker Nachrichten auf unserer Veranstaltung vor Ort. Zur Belohnung gab es zusätzliche Presseberichte über unseren Markt in den Wochenendausgaben.

Es gibt Märkte, die haben eine Seele und genau das spüren auch unsere Besucher und Aussteller. Es geht nicht immer nur um Gewinn und Verlust. Es geht auch darum, was uns einfach gut tut. Denn sonst könnten wir alle online bequemer oder im Versandhauskatalog bestellen oder Tag und Nacht in den Geschäften kaufen.

Unsere Besucher sind unsere Akteure. Ohne sie brauchten wir keine Märkte. Was sie annehmen, ablehnen, kaufen oder unterlassen ist einzig allein ihre ganz persönliche Entscheidung. Und warum sie sich so und nicht anders entscheiden, bestimmen sie und nicht wir. Darauf haben wir keinen Einfluss. Nur Mimi von der Dunk verweigert einer alten Dame eine Kindermütze mit Zipfel zu tragen, damit sie sich nicht lächerlich macht. „Ne, det verkof ike nich!!!"

Der Glasbläser

Begeistert sind unsere Besucher, wenn sie noch schönes Kunsthandwerk anschaulich wie bei unserem Glasbläser Harder vorgeführt bekommen und ihre Vase selbst kreieren oder mit Dag Wixforth drechseln dürfen.
Das alles und die idyllische Atmosphäre um die Wassermühle öffnen ihre Herzen. Dann nimmt man sich auch gerne etwas Schönes als Erinnerung an einen erlebnisreichen Ausflug mit nach Hause.

Viele Kunsthandwerker wie Thomas Nolte mit seinen Getränkehaltern, Andrea Schwarze mit ihren handbemalten Seidentüchern oder Olaf Gramkow mit selbst geschmiedeten Metallarbeiten für Haus und Garten und andere waren so gut wie ausverkauft.

Priorität für Mareike und mich hat, immer wieder ein neues und kaufkräftiges Publikum heranzuziehen. Das unterscheidet unsere Märkte in Trittau von denen an der Küste, wo sich die Touristen bereits vor Ort tummeln.

Damit wir hier einen ehrlichen Überblick bekommen, hat Mareikes Mutter seit Jahren einen Stand mit Dekorationen im Mühlengarten. Es besuchten unseren Markt an diesem Wochenende zigtausende Gäste, und es wurde gezielt und gut an beiden Tagen gekauft.

Einige Aussteller hatten noch einmal Umsatzsteigerungen im Vergleich zu vergangenen Trittauer Märkten. Das ist in der heutigen Zeit schon toll und ließ viele Gesichter strahlen.

Auf unseren Märkten herrscht ein familiäres und freundschaftliches Miteinander. Zeit zum gelangweilten Herumstehen oder Tratschen bleibt in Trittau nicht. So brachte Mimi von der Dunck am Sonntagmorgen einen großen frisch vom Feld gepflückten Tulpenstrauß für Mareike mit. Mareike polarisiert nicht und deshalb mögen die Aussteller sie. Erfolg und Niederlagen werden von ihr gleichberechtigt und ohne Emotionen bearbeitet und analysiert. Das macht sie für mich so wertvoll.

„Vier tolle Märkte in Folge“, meinte Andrea Schwarze begeistert. Unsere zusätzliche detaillierte Pressearbeit hatte sich für alle gelohnt, und darüber freuen wir uns natürlich sehr. Wir gehören jedoch zu den bodenbeständigen Menschen und wissen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Bis zum Mühlenmarkt am Pfingstwochenende um die Trittauer Wassermühle konzentrieren wir uns jetzt auf unsere kleineren Märkte an der Küste. Im Gegensatz zu unseren Trittauer Mühlenmärkten sind sie austauschbar und beliebig mit vielen anderen auch. Doch seit unserem ersten Kunsthandwerkermarkt in Husum 2002 haben auch sie für viele unserer Aussteller ihre Berechtigung und machen uns Spaß.

Zusammen mit dem Gewerbeverein der Stadt Neustadt in Holstein organisieren wir am nächsten Wochenende zum sechsten Mal am Ostersamstag von 10 – 17.00 Uhr und Ostersonntag von 11 - 17.00 Uhr den beliebten Familien - Ostermarkt auf dem Neustädter Marktplatz mit Kunsthandwerkern, Aktion, Streichelzoo und am Sonntag Drechseln für Kinder unter pädagogischer Anleitung.

Ostern in Neustadt

Der Gewerbeverein präsentiert und verkauft das „größte Ei des Nordens" dekoriert mit über 4000 gefärbten Eiern. Am Samstagmorgen werden die Eier ab 9.00 Uhr für einen guten Zweck verkauft. Dann schaut auch der Osterhase vorbei und verteilt Süßigkeiten an die Kinder. Kuschelig wird es beim Kaninchenzuchtverein U 107, wo man die niedlichen Langohren streicheln darf.

Aussteller und ausgesuchte Kunsthandwerker präsentieren auf dem Marktplatz Keramiken und Grillkamine für Haus und Garten, Gartenaccessoires, Blumenkinder, freche Hutkreationen und Schmückendes aus Filz, individuell gedrechselte Schreibgeräte, Schaffelle, handgesiedete Seifen, selbstgenähte Kinderkleidung und Accessoires fürs Kinderzimmer, Perlenschmuck und viel Schönes mehr. Exklusive Schreibgeräte drechselt wieder Kunsthandwerker Werner Hack aus Hamburg aus unterschiedlichen Edelholzarten an seiner Drehbank.

Und seit nunmehr über zehn Jahren setzt sich Ingrid Cordsen aus Kellinghusen mit dem selbst gemischten Ton auseinander. Durchzogen von feinen Farbnuancen setzt sie den in Falten modellierten Ton als Dekoration auf die vorher getöpferten Grundmodelle. Den Effekt von übergeworfenen Tüchern hat sie gezielt gewählt um eine Leichtigkeit, einen spontanen Stoffeffekt zu bewirken. Sie verkauft insgesamt auf allen Märkten sehr gut und trifft den Geschmack ihrer Kunden. Auch Gartenfreunde finden rechtzeitig zum Frühlingsbeginn schmiedeeisernes Kunsthandwerk wie Rosenbögen, Rosenkörbe, Rankstäbe, Rankzäune und Blumenzwiebeln. Mediterrane Spezialitäten von Oliven-Uli können noch zum Osterfest eingekauft werden. Buble Bert aus Berlin unterhält die Besucher wieder mit Riesenseifenblasen, und für die kleinen Gäste fährt die Kindereisenbahn.

Sonntag bringt Naturpädagoge Dag Wixforth vom Hof Balm aus Munkbrarup seine Wippdrehbank mit, auf der wie im Mittelalter mit dem Antrieb eines Fußpedals nach Herzenslust gedrechselt werden kann. Unter seiner Anleitung werden Holz und Holzstämme gesägt, gespaltet, behauen und rund geschnitzt, bevor die Kids mit dem Drechseln von Kerzenständern, Baseballkeulen oder Nudelhölzern beginnen können. Das Wippdrechseln ist eine uralte Handwerkskunst, an der sich Eltern und Kindern handwerklich versuchen können.

Teddy, der letzte Troubadour

Eine kleine Marktgastronomie sorgt mit einem reichhaltigen Angebot von süßen und herzhaften Speisen für das leibliche Wohl der Besucher und Touristen.
Wenn uns das Wetter wie an diesem Wochenende mit Sonne verwöhnt, kommt vielleicht auch wieder Teddy, der letzte Troubadour vorbei und verbreitet gute Stimmung.
Für den Trittauer Mühlenmarkt am 8. und 9. Juni haben sich bereits wieder über 100 Aussteller angemeldet. Hier bekommen wir in diesem Jahr noch einmal die ALDI Veranstaltungsfläche zur Verfügung gestellt und können auch die größeren Stände wieder annehmen.

Ihre
Elke Baum