Der Baum Blick -
Elkes Kolumne

Elke Baum   *   Kunsthandwerker-Agentur
Theodor-Storm-Straße 8   *   22946 Trittau
Tel. 04154 - 2037   *   Fax 04154 - 85491

Kolumne

Elkes Kolumne Elke Baum

Elke Baum:
Seid wachsam und "schlau wie ein Fuchs ..."

Träumen Sie weiter vom Euro?

Sehr geehrte Aussteller/Innen,
wir auf den Märkten, ob Veranstalter/innen oder Kunsthandwerker, die von ihrem Handwerk leben müssen, gehören zur Berufsgruppe der Künstler und Freiberufler, bzw. Gewerbetreibenden.

Wenn wir überleben wollen, drehen wir uns sieben Tage in der Woche im Marktkarussell und träumen dabei, dass mit unserer Eurowährung alles gut gehen wird. Die Politiker werden es richten oder Geld drucken, wenn es nicht anders geht. Wir wissen, dass es Märkte bereits seit Urzeiten gab und auch weiterhin geben wird, wenn wir alle nur schön fleißig sind und unsere Ware an den Mann oder die Frau bringen. Ist auch so in unserer Marktwelt vorgesehen, dass wir bei Wind und Wetter immer noch optimistisch bleiben - selbstverständlich auch, wenn es einmal nicht so gut läuft.
Nicht unterkriegen lassen lautet das Marktcredo.

Doch lassen wir uns nicht täuschen. Sichern wir unsere Ersparnisse, wenn wir denn schon welche von unserem Fleiß schweren Herzens zur Seite gelegt haben!!! Nämlich für den Tag X - falls es denn mal gar nicht läuft.

In der Realität und außerhalb unseres Markttreibens werden während unserer Marktzeiten in den oberen Etagen der Banken bereits die Szenarien "wenn der Euro kippt" durchgespielt. Nur spricht keiner offen darüber, während unsere Aussteller auf den Märkten zusammen stehen, um sich ihre Tagesumsätze schöner oder schlechter zu reden.

Wenn Sie kein Geld haben, ist es gut so und Sie brauchen diesen Bericht nicht weiter zu lesen. Denn einem nackten Mann oder Frau kann der Staat nicht in die Taschen fassen. Er findet keinen Euro - auch nicht versteckt in einer Bauchfalte. Diejenigen, die auf den Märkten gut verdienen, behalten es sowieso für sich und diejenigen, die sehr gut verdienen, haben längst gehandelt und ihre Rücklagen in trockenen Tüchern.

Wenn Sie sich aber noch über Ihre Euro - Ersparnisse freuen und vom Euro träumen, dann lesen Sie jetzt weiter:

Hamburger Abendblatt 25. Juli 12

Ein Bundestagsabgeordneter sagte dem Abendblatt am 25. Juli: "Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn Karlsruhe den Rettungsschirm ESM für verfassungswidrig erklärt und am selben Tag die Finanzmärkte zusammenkrachen."

Lübecker Nachrichten 31. Juli 12

Eurogruppen-Chef warnt vor Zerfall der Währung und gibt Berlin die Mitschuld.

Während unser geplagter Finanzminister Schäuble sich auf der Urlaubsinsel Sylt ein wenig erholen wollte, flog gestern sein US-Kollege Timothy Geithner zu einem Blitzbesuch auf der Nordseeinsel ein, um mit unserem Finanzminister die Eurokrise zu besprechen. Jäh gestört wurde die Urlaubsruhe ebenso von Euro-Gruppe-Chef Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker. Der Euro-Gruppen-Chef malte den Zerfall der Gemeinschaftswährung an die Wand und gab Deutschland eine Mitschuld.

Juncker sagte: Um den Euro zu retten sei keine Zeit mehr zu verlieren und zeichnete in der "Süddeutschen Zeitung" ein dramatisches Bild der Lage. Die Welt rede darüber, ob es die Eurozone in ein paar Monaten noch geben werde.
Weitere Einzelheiten möchte ich Ihnen an dieser Stelle ersparen.

Die Deutschen mit Ersparnissen kaufen zurzeit verstärkt fast jede Immobilie, Goldbarren oder transferieren seit Wochen bereits ihre Ersparnisse auf Tagesgeldkonten in Fremdwährungen wie Australische Dollar, Kanadische Dollar, Norwegische Krone oder Schweizer Franken. Bevorzugt empfohlen werden Norwegische Kronen, weil Norwegen keine Staatsschulden hat und reich an Bodenschätzen ist.

Solche Informationen dringen natürlich nur spärlich an die Öffentlichkeit. Man muss es nicht besonders erklären, warum. Unser Finanzminister und die Bundeskanzlerin haben es bisher sehr gut verstanden die Deutschen trotz Eurokrise bei Laune zu halten damit sie vor allen Dingen ihr Geld auf den Konten unserer Banken lassen.

Natürlich brauchen wir alle für unser laufendes Geschäft den Euro. So mancher schläft jedoch inzwischen gemütlicher mit norwegischen Kronen oder bestimmten Währungen oder kleinen Goldbarren im Depot.

Keiner weiß heute, wie die Eurokrise ausgehen wird. Eines jedoch scheint mir sicher: Wir verlieren alle - nur der eine mehr und der andere weniger.

Ich schließe mich daher unserer Markt-Wahrsagerin Maria an und empfehle:
Seid wachsam -
und "schlau wie ein Fuchs"

Ihre
Elke Baum
Im Juli 2012